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2020 – Was sind meine Ziele

Hallo zusammen,

wieder ist ein Jahr vorbei und man überlegt, was für Vorsätze man sich für das nächste Jahr machen könnte und was man aus dem letzten Jahr gelernt hat. Bei mir ist es sehr eindeutig: Mir selbst weniger Druck machen.

Ich weiß durch den NaNoWriMo der letzten Jahre, dass ich sehr schnell viel Text schreiben kann. Das muss ich mir nicht ständig neu beweisen und das will ich auch nicht mehr.

Was ich möchte: Meine Schreib- und Zeichenskills verbessern und das auf meinem eigenen Weg. Wenn ich eine Geschichte schreibe und mir dann ein Gedanke für eine Illustration kommt, dann werde ich sie entweder jetzt umsetzen oder mir notieren, wenn ich weiß, dass meine Fähigkeiten das noch nicht erlauben. Ich muss nicht Unmengen an Text produzieren. Wenn ich im Fluss bin und es passiert, dann ist das gut. Wenn es nicht passiert, dann ist das auch gut. Der Weg ist das Ziel.

Ich setze mir Wochenziele. Monatsziele sind mir zu weit gesteckt, ich weiß nie wie viel Energie ich habe und deswegen werden auch die Wochenziele eher klein gehalten und alles, was ich darüber hinaus geschafft habe, schreibe ich mir als Bonus auf.

Ich möchte meine alte Dragonball FanFiktion massiv überarbeiten und illustrieren, weil es mir Spaß macht. Für nicht mehr und nicht weniger. Es ist mein Selfcare Projekt und gleichzeitig trainiere ich dadurch das Zeichnen. Kämpfe werden mich dazu zwingen aus meiner Comfortzone herauszukommen.  Ein Bild muss nicht an einem Tag fertig werden, es kann auch mehrere Tage dauern und das ist in Ordnung.

Was wünsche ich mir für den Blog? Ich möchte hier etwas aktiver werden, aber keine festen Upload Tage haben. Ich könnte mir vorstellen euch meine Zeichenmaterialien zu zeigen und wie ich damit arbeite, außerdem ein paar Reviews zu Zeichenbüchern, die mir sehr weiter geholfen habe.

Und Veröffentlichungen? Ich habe noch die Rohfassung für den 4. und letzten Teil der ersten Staffel von Nocturnus hier liegen. Ich muss ihn noch abtippen und überarbeiten. Wie ich danach weiter machen, weiß ich noch nicht. Ich möchte noch mehr zu meinen Vampiren schreiben. Nur wie und was ich vorhabe, das weiß ich noch nicht genau. Ansonsten gibt es noch News zu meinem Racing Girl, aber das möchte ich lieber in einem eigenen Beitrag schreiben. Es wird länger.

Was sind eure Ziele? Habt ihr euch welche gesetzt? Viele, wenige? Schreibt es mir in die Kommentare.

Digitales Zeichnen – Mein Zeichenmedium

Hallo zusammen,

digitales Zeichnen ist teilweise umstritten, weil gedacht wird, dass der PC ja alles für den Zeichner macht. Nein, tut er nicht. Also USB Anschluss an den Kopf stecken und zack ist das Bild auf dem Bildschirm, sorry, das geht leider nicht 😉 Natürlich sind einige Sachen, aus meiner Sicht, leichter. Man kann alles rückgängig machen und es gibt eine Vielzahl an Pinseln die man nutzen kann.

Irrbiss mein erster Versuch wieder digital zu Zeichnen, nachdem ich viele Tutorials geschaut hatte.

Allerdings kam ich früher so gar nicht wirklich damit zurecht. Woran es lag, weiß ich nicht. Fehlende Motorik und Hand-Augen Koordination? Ja, Zeichnen hängt verdammt viel mit Motorik zusammen, lasst euch das von einer Physiotherapeutin gesagt sein! Das falsche Grafiktablet oder ein ungeeignetes Programm? Keine Ahnung. Vielleicht hatte ich auch einfach einen Knoten im Kopf, den ich durch das Üben im traditionellen Bereich zum Platzen gebracht habe und nun geht es.

Was auch immer es war, ich habe mein Medium gefunden und werde in der nächsten Zeit sicher ausschließlich digital Zeichnen.

Dieses Bild war der Auslöser, dass ich mich von der traditionellen Zeichenweise erst einmal verabschiede. Ja, das sind noch 100 anatomische Fehler drin, aber daran kann ich arbeiten.

Meine Begeisterung für dieses Medium heißt nicht, dass ich alle anderen Zeichenmedien verteufel. Auf keinen Fall, aber es zeigt, dass jeder sein Medium finden kann und was für den einen gut ist, muss für den anderen überhaupt nicht funktionieren. Probiert euch aus. Sucht weiter, bis es passt und manchmal kommt es zu einer Überraschung.

Was also begeistert mich so an dem Medium? Ich bin mir nicht einmal ganz sicher. Am meisten genieße ich es Ebenen machen zu können. Eine grobe Skizze auf der untersten Ebene und darüber dann die sauberen Outlines. Die Pinsel geben mir die Möglichkeit die Dicke der Linien zu variieren, je nachdem wie ich den Druck setzte. Ich bin noch immer dabei zu experimentieren. Das geht alles nicht von heute auf morgen. Was ich genieße ist, dass ich nicht die Unmengen Papier verbrauche, nur um ein paar Sachen zu üben. Ich kann alles löschen, was ich nicht mehr brauche oder abspeichern, was ich wichtig finde.

Ich möchte versuchen jeden Tag ein kleines Bild digital zu zeichnen. Mal sehen, ob ich das durchhalte 😉

Ich wünsche euch viel Spaß bei euer Suche und beim Zeichnen 😀

Meine Technik beim Zeichnen

Hallo zusammen,

ich habe durch einige YouTube Videos gesehen, dass man auf Alkoholmarker (z.B. Copics, ProMarker, TwinMarker …) mit Buntstiften übermalen kann. Durch einen Zufall, ich wollte eigentlich nur einen Blauton mit meinen grauen ProMarkern abschattieren, bemerkte ich, dass ich mit diesen Stiften auch meine Aquarellstifte anlösen kann. An sich ist das ja logisch, denn es ist ja auch Flüssigkeit und ich kann auch im gewissen Ausmaß ein wenig die Farben ineinander blenden. Nur bin ich vorher nicht darauf gekommen.

Ignoriert den versuchten Schatten … Ist schief gegangen.

Dies ist das besagte Bild und ich konnte auch ein wenig rot in die Haare von Vegeta einarbeiten und dann mit einem hellgrauen Marker mit dem Rest verblenden.

Was daran der Nachteil ist: Ihr macht euch die Markerspitzen dreckig. Ich habe immer ein zweites Blatt daneben, um sie wieder sauber zu malen, was natürlich auch wieder Farbe kostet. Ihr müsst selbst wissen, ob ihr eure Markern das antun wollte. Da es aber inzwischen auf günstigere Alternativen zu den Copic Maker gibt, ist vielleicht zu verschmerzen. Ich bin auch nicht in der Lage mit den Brushspitzen der Copics zu arbeiten und komme deutlich besser mit den ProMakern von Letraset bzw. in ihrer Neuauflage von Winsor & Newton zurecht. Davon besitze ich 6 Stück (eine Hautfarbe und fünf Grautöne), die noch vor der Übernahme von Winsor & Newton stammen und jetzt gut 12 Jahre alt sind. Sie funktionieren allerdings noch genau so gut wie früher. Ansonsten besitze ich etwa ebenso alte Copic Caio Marker. Und aus dem Flying Tiger Copenhagen die TwinMarker.

Bei diesem Bild habe ich auf Aquarellpapier gemalt. Die Stifte haben darauf einen viel besseren Abrieb und sie lassen sich auch besser blenden. Das rotbraun der Haare ist gemischt aus mehreren Farben, das geht mit den Aquarellstiften erstaunlich gut. Angelöst habe ich sie mit dem hellsten Braun der TwinMarker.  Bei dem Oberteil ist mir das leider nicht so ganz gelungen. Ich habe schon immer Probleme gehabt größere Flächen auszufüllen, sodass sie gleichmäßig werden. Aber daran kann man ja üben 🙂

Dieses Bild habe ich auf normalen Papier gezeichnet. Gegenüber dem Aquarellpapier sieht man einen deutlichen Die Farben sind nicht so intensiv. Ich habe auch gemerkt, dass die Marker es teilweise nicht so gut finden, wenn ich mehrere Schichten machen und dann noch auf den Buntstiften

Interessieren euch meine Zeichensachen? Möchtet ihr eine kleine Review zu den Materialien?