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SchreibSonntag: Szenenplotting

Hallo zusammen,

wie beim letzten SchreibSonntag angekündigt geht es heute um meine derzeitige Arbeitsweise.

Szenenplotting

Immer wenn ich es früher mit dem Plotten versucht habe, bin ich starr nach Kapiteln gegangen und das hat für mich einfach nicht gepasst. Jetzt schreibe ich erst einmal den Plot in Einem runter und danach schreibe ich die einzelnen Szenen. Dabei kann es sein, dass ich Szenen verschiebe und zwischen ihnen noch andere Szenen einfüge. Sicher, dass kann ich auch bei Kapiteln, aber ich glaube es ist einfach nur für meinen Kopf besser es Szenen statt Kapitel zu nennen. Obwohl mehrere Szenen ein Kapitel bilden können.

Und so sieht das ganze dann aus. Ich gehe davon aus, dass die ersten vier Szenen in ein Kapitel kommen, aber das kann ich hinterher immer noch entscheiden.

Bei Racing Girl Undercover habe ich den Plot zweimal geschrieben, weil er beim ersten Mal nicht stimmig war und an den Szenen während des Schreibens noch weiter rumgebastelt, bis es gepasst hat.

Vorschreiben

Ich bin wieder dazu übergegangen alles vorzuschreiben. Per Hand. Auf karierten Papier und jede Zeile beschrieben. Allerdings lasse ich mir gleich einen Rand für Anmerkungen.

Abtippen

Dann kommt das Abtippen. Was mir hierbei aufgefallen ist: Wenn ich die Szenen geplant habe, kommt inhaltlich deutlich mehr in den Pc als vorher. Zur Hälfte sogar die Formulierungen! Das hatte ich früher nicht. Ich bin sehr gespannt, ob das bei Nocturnus ebenso der Fall sein wird wie bei Racing Girl Undercover

Erste Überarbeitung

Jetzt drucke ich das ganze Skript aus und gehe es durch. Es wird gestrichen, hinzugefügt ect. Am Ende wird alles in den PC übertragen

Zweite Überarbeitung

Diesmal kommt auch die Stilkorrektur dran. Ich lasse mir von Papyrus die Füllwörter anzeigen, lese Sätze mit und ohne Füllwort laut durch und dann entscheide ich, was bleiben darf.

Dritte Überarbeitung

Ich lese den ganzen Tag laut vor und halte etwas unter die Zeile. Steht das wirklich, was ich lese oder spielt mein Gehirn mir einen Streich?

Korrektorat und Veröffentlichung

Im letzten Schritt geht mein Text durch ein professionelles Korrektorat. Die Korrekturen werden dann noch einmal eingearbeitet und dann geht es raus zu euch.

Ich hoffe euch hat ein kleiner Einblick in meine Arbeitsweise gefallen. Was natürlich fehlt sind die Verzweiflungsmomente und die Glücksgefühle, wenn eine Szene leicht ging ect. Aber das sollte jedem klar sein. Was noch erwählt werden sollte: Texte, die ich nur hier online stelle, durchlaufen kein Korrektorat. Ich würde es gerne, aber das sprengt den finanziellen Rahmen. Ich bemühe mich, so viele Fehler wir möglich zu finden, aber ich werde sicher nicht alles finden.

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SchreibSonntag: Woran ich gerade arbeite und was das aktuelle Stand ist

Hallo zusammen,

im ersten SchreibSonntag nach der Pause, ist es eine gute Idee euch einmal auf den aktuellen Stand zu bringen, an was ich gerade schreibe und wie weit ich dort bin.

Nocturnus 3 – Illusion aus Eis

Hier befinde ich mich in der letzten Korrekturphase und wenn alles gut läuft, kann ich das Skript Ende der Woche ins Korrektorat geben. Juhu! Es hat auch lange genug gedauert, aber mit dem Umzug und was sonst noch alles dazwischen gekommen ist, freut es mich, dass es jetzt endlich fertig wird. Ich hoffe, dass es im Oktober erscheinen wird.

Nocturnus 4 – Eisblut

Die Rohfassung ist per Hand geschrieben und wartet darauf abgetippt zu werden. Ich möchte es aber noch so lange liegen lassen, bis Teil 3 wirklich abgeschlossen ist. Teil 4 ist dann auch der Abschluss der ersten Staffel.

Racing Girl Undercover

Ein Projekt, dass mir sehr spontan in den Kopf gekommen ist und ich habe die handschriftliche Rohfassung innerhalb von 14 Tagen geschrieben. Derzeit bin ich dabei es abzutippen. Es handelt sich hierbei um ein kleines Motorsportprojekt, dass sich in der Kartszene aufhält. Mehr Informationen gibt es, sobald ich es fertig abgetippt habe.

Das sind die Projekte an denen ich derzeit arbeite. Beim nächsten SchreibSonntag werde ich euch über meine derzeitige Arbeitsweise erzählen, denn sie hat sich in den letzten Monaten wirklich sehr gewandelt, sodass ich wesentlich schneller mit meinen Projekten fertig werde.

Und sonst?

Der Umzug und die neue Umgebung tun mir und auch dem Rest meiner Familie sehr gut. Das zeigt sich bei mir auch daran, wie schnell ich mit dem Schreiben geworden bin. Unter Stress sinkt bei mir die Produktivität und ich lasse mich viel leichter ablenken. Ich hoffe, dass ich in der nächsten Zeit viele Texte schreibe. Ich würde gerne ein paar Sidestorys zu Nocturnus schreiben und diese dann hier zum Download stellen. Außerdem habe ich mit Seelenglas noch ein weiteres Projekt durchgeplottet. Daran werde ich aber erst 2020 schreiben. Es tut gut zu wissen, was man noch so in der Hinterhand hat und ich freue mich darauf.

 

Schreibsonntag: Was wäre wenn …

Ich die Zeit zum Schreiben hätte, die ich gerne hätte

Was würde ich dann gerne an Projekten auf die Beine stellen? An Ideen mangelt es mir zumindest nicht und ich habe noch genug Plotbunnys in meiner Schublade.

– Ich würde gerne alle 3 Monate ein E-Book herausbringen.
– Ich würde gerne 2 kürzere Romane im Jahr herausbringen
– Einen langen Roman pro Jahr herausbringen.

Damit kämen wir auf etwa 1000 Normseiten pro Jahr = 84 Normseiten im Monat = 21 Normseiten in der Woche = 3 Normseiten am Tag

Und während ich diese Zahlen aufgeschrieben habe, bin ich überrascht, dass es gar nicht so viel wäre und mein Blogartikel geht in eine andere Richtung, als ich es geplant hatte.
Spinnen wir diesen Faden einmal Live weiter. Gehen wir also davon aus, ich mache bei den CampNaNoWriMos im April und Juli mit und setzte dort 30.000 Wörter an. Das sind ca. 130 Normseiten x 2 sind es 260. Und jetzt gehen wir davon aus, ich schaffe auch noch den NaNoWriMo im November. Das sind noch einmal 240 Seiten.

Nebenrechnung:

1000 – 260 – 240 = 500

Diese 500 Seiten ich auf 9 Monate aufteilen = 56 pro Monat = 19 pro Woche = 2 Normseiten am Tag

Also wenn man das so sieht, wäre mein Ziel gar nicht so unmachbar. Im Grunde absolut möglich. ABER! Ja, kommen wir zum ABER. Ihr erinnert euch vielleicht noch an mein Ich-lasse-meine-Autorenhosen-runter April Projekt vom CampNaNo bei dem ich euch meine Rohfassung habe lesen lassen.
Ich muss diese Rohfassung überarbeiten. Da ich kein Plotter bin, schreibe ich am liebsten vor und überarbeite in dem Moment, wo ich es abtippe. Aber auch dann brauche ich mindestens noch 2 Durchgänge, bis das Ganze in das Korrektorat kann. Das alles kostet auch Zeit.

Gehen wir also davon aus, ich schreibe mein langes Projekt im November und die beiden kürzeren Romane im April und Juli. Wie könnte ich dann überarbeiten? Man soll die Texte liegen lassen und ich bin da auch absolut für. Also lassen wir den Text einen Monat liegen.

Könnte dann so der Jahresplan aussehen? Ich fange bewusst im November an, weil der NaNoWriMo, doch ein sehr wichtiger Monat für mich ist.

• November: NaNoWriMo
• Dezember: E-Book 1 schreiben → Nach dem NaNoWriMo falle ich meist in ein Loch, in dem ich nicht viel schreiben mag und deswegen reicht in dem Monat ein E-Book und Weihnachten ist dann ja auch noch 😉
• Januar: Abtippen / Überarbeiten (NaNo-Projekt)
• Februar: E-Book 1 abtippen / überarbeiten / E-Book 2 schreiben
• März: Abschluss Projekt NaNo-Projekt / E-Book 3 Schreiben
• April: CampNaNoWriMo
• Mai: E-Book 2 Abtippen / Überarbeiten / E-Book 3 Abtippen / Überarbeiten
• Juni: Abtippen / Überarbeiten (Camp April Projekt)
• Juli: CampNaNoWriMo
• August: Abschluss Camp April Projekt / Abschluss / E-Book 4 Schreiben
• September: Abtippen / Überarbeiten (Camp Juli Projekt)
• Oktober: E-Book 4 Abtippen / Überarbeiten / Abschluss Camp Juli Projekt

Wie ihr seht, das wäre ein extremes Programm, wenn man daran denkt, dass ich ja noch einen Brotjob und eine Familie habe. Das bedeutet, dass ich hauptsächlich in den Abendstunden schreiben kann und manchmal einfach so müde bin, dass ich nichts auf die Reihe bekomme.
Außerdem gibt es natürlich Tage, an denen ich aus anderen Gründen nicht zum Schreiben komme. Sei es ein Elternabend, Feier, krank oder irgendetwas, was mich aus der Bahn wirft und meine Kreativität bremst.
Worauf ich bei der Planung geachtet habe, ist ein Mix aus Überarbeitung und Schreiben, damit ich ausreichend Abwechslung habe. Und das Schlimmste: Ich spiele wirklich mit dem Gedanken, den Plan umzusetzen. Zumindest es zu versuchen. Ich rechne kaum damit, dass es wirklich klappt (ich kenne mich!)

So viel zu einem Artikel, der in eine völlig andere Richtung gehen sollte. Eigentlich wollte ich ein wenig darüber schreiben, das wir Autoren irgendwie immer zu wenig Zeit haben ect. Und was ist daraus geworden? Ein Artikel darüber, dass es vielleicht doch möglich ist, den Plan durchzuziehen.