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Die Entdeckung der Langsamkeit und ablenkungsfreies Schreiben

Hallo zusammen,

ich schreibe jetzt deutlich langsamer als noch vor ein paar Monaten und es geht mir sehr gut damit. Früher dachte ich immer, ich müsste in kurzer Zeit sehr viel Text schreiben. Dass darunter die Qualität litt, war mir immer klar, aber da ich erst per Hand vorschrieb und ohnehin alles abtippen musste, war das egal. Ich konnte ja dann alles umschreiben.

Mit der Hand schreibe ich immer noch gerne. Ich liebe das kreative Chaos, die durchgestrichenen Sätze und die Sternchen, die ich setzen muss, damit ich Dinge ergänzen kann. Ich nutze es jetzt zu Planung. Sowohl für meine FanFiktion als auch für meine anderen Texte. Noch habe ich keine Überarbeitung begonnen, aber ich bin beim reinen schreiben gefühlt schneller und ich hoffe, dass dies die Planungszeit aufwiegt und auch die Überarbeitung unkomplizierter macht.

Wenn ich daran denke, dass ich vom 3. Nocturnus Teil gut 3/4 des Textes umgeschrieben habe und damit viel Zeit brauchte, die ich bei besserer Planung sicher eingespart hätte …

Außerdem habe ich von meiner Mutter einen alten Laptop, den ich ihr vor 9 Jahren gegeben habe, wieder zurückbekommen, weil sie ihn nicht mehr braucht. Damit habe ich ein kleines Experiment gestartet, das sehr gut funktioniert hat. Auf diesem Laptop sind jetzt nur noch das Betriebssystem drauf und Word 2000. Mehr nicht. Ich habe darauf keine Ablenkung und schreibe darauf deutlich schneller. In 25 Minuten zwischen 500 und 700 Wörter. Das ist für mich gut, auch wenn ich weiß, dass es viele gibt, die schneller sind. Wahrscheinlich nutzen die auch das 10 Finger System. Das habe ich nie gelernt und nutze mein Marke-Yve System Mit 3-4 Fingern, das ich mir über die Jahre angeeignet habe. Das reicht und ich bin für mich damit schnell genug.

Ich bin sehr gespannt, wenn es an die erste Überarbeitung geht, wie viel ich dann rausstreichen und ändern muss. Ein Schock kommt dann sicher, wenn ich die Datei in Papyrus öffne und mir erst einmal sämtliche Rechtschreibfehler, die mein alten Word nicht gefunden hat, entgegen springen. Außerdem sind etliche Füllwörter darin. Das weiß ich und ist mir bei der Rohfassung egal. Raus streichen kann ich sie ja ganz leicht.

Sobald ich eine Überarbeitung begonnen oder abgeschlossen habe, werde ich euch berichten, wie meine neue Schreibroutine funktioniert hat.

NaNoWriMo Wie es im Moment aussieht

Hallo zusammen,

ich bin noch mitten im NaNoWriMo und im Moment sieht es sehr gut aus, dass ich ihn auch in diesem Jahr schaffen werde. Nur glaube ich, dass Benzin im Blut mit 50.000 Wörtern nicht abgeschlossen sein wird.

Bis jetzt habe ich an jedem Tag etwas geschrieben, wenn auch nicht immer das Tagessoll, aber Kleinvieh macht je bekanntlich auch Mist. Das hatte ich bisher in keinem Jahr geschafft und ich hoffe sehr, dass ich auch weiterhin keine Nullnumern haben werde. Da ich an zwei Tagen in der Woche am Abend auch arbeite sind das natürlich die Tage, an denen ich das Soll eher nicht schaffe und damit jedes Mal ein Minus ansammle. Das muss ich dann entweder in der Woche wieder aufholen oder schon genug Puffer haben, damit ich die Tage überbrücken kann.

Heute ist Tag 21 und ich habe gelesen, dass es ebenso viele Tage braucht, bis der Kopf etwas als Routine einspeichert, wenn dass stimmt, dann sollten mir die letzten Tage doch leider fallen 😉 Wie auch schon in den ganzen letzten Jahren, ist auch die dritte Woche für mich die Woche, die mir am schwersten fällt. Ich habe schon viel geschrieben und gefühlt ist da noch ein endlos langer Weg, auch wenn über die Hälfte schon längst geschafft ist. Vielleicht ist es auch, weil man doch gerne mal einen Tag Pause haben möchte oder einfach nur nicht so viel schreiben mag.

Der Start war diesmal relativ ungünstig. Wir hatten Besuch über das Wochenende und so habe ich an den ersten zwei Tagen nur etwas über 700 Wörter schreiben können. Also schon mal mit einem dicken Minus angefangen. Das ist jetzt nicht das, was motiviert. Also hatte ich in der ersten Woche erst einmal damit zu tun, wieder ins Soll zu kommen. Das war mir dann auch gelungen und meine Hand war fast Tod. Ja, ich schreibe mit der Hand, damit ich meinen Text wirklich immer und überall dabei haben kann. Glaubt mir, das hilft. Also zumindest mir. Jemand, der nicht gerne mit der Hand schreibt, wird das sicher anders sehen. Für mich hat es den Vorteil, dass ich vor der Arbeit und auch zwischen drin freie Minuten nutzen kann und das addiert sich zusammen!

Damit hätten wir ihn auch schon. Den NaNoWriMo Zwischenstand. Ich hätte ihn euch gerne schon eher gegeben, aber ich bin einfach nicht dazu gekommen. Das nächste Update werde ich euch wohl auch erst geben können, wenn der November vorbei ist.

Macht´s gut und bis bald.