Schreibsonntag: Meine Rechtschreibung …

Hallo zusammen,

gleich vorweg, wahrscheinlich wird genau in diesem Artikel ein Rechtschreibfehler nach dem anderen sein. Vorführeffekt und so, ihr wisst schon 😉

Ich bin 1993 in die Schule gekommen und war einer der letzten Jahrgänge, die nicht das Schreiben nach Gehör gelernt haben. Ich habe noch Buchstabe für Buchstabe gelernt und irgendwann schrieben wir Wörter.
In der Grundschule kannten wir die Diktate vorher. Die waren bei mir sehr durchwachsen. Von 1-4 war alles dabei. Damals waren es auch sehr oft Flüchtigkeitsfehler. Zumindest glaube ich, mich daran zu erinnern, dass es so war. Dann kam die Orientierungsstufe und meine Rechtschreibung blieb so durchwachsen. Alles war dabei. Von super gut bis hin zur Katastrophe.
In der Realschule ging das Dilemma dann richtig los. Eine 4 im Diktat war schon gut für mich. Meine Rechtschreibung wurde immer schlechter. Ich weiß bis heute nicht, woran es lag. Aber 50 Fehler pro Seite waren kein Problem. ABER nur im Diktat. In Aufsätzen war es deutlich besser. Wusste ich nicht, wie ein Wort geschrieben wurde, nahm ich ein anderes. Kein Problem. Zusammen oder getrennt? Keine Problem ich stellte einfach den Satz um. Bei Komata habe ich einfach die Sätze gekürzt. So habe ich mich dann durch Klasse 7-9 geschummelt.
In der 9. Klasse fing ich mit dem Schreiben an. Ich hatte Word 2000 und es zeigte mir die meisten Fehler an. Am Anfang überließ ich der Rechtschreibprüfung die Korrektur. Dann fing ich aber an, so lange zu experimentieren, bis das Wort passte. So lerne ich auf eigene Faust.
Außerdem lernte ich eine Freundin kennen, die mir bei meinem Problem unter die Arme griff. Sie konnte und kann sehr gut erklären. Sie war die Erste, die mir die Regeln verständlich machen konnte.
In meinem letzten Diktat in der 10. Klasse schrieb ich eine 3 und auch sonst wurde die Rechtschreibung langsam besser. Im Abi hatte ich dann einen Fehlerquotienten von 2,6 Fehler pro Seite. Auch dort trickste ich ein wenig, aber das tue ich auch heute noch.

Und wie ist es heute?
Ich versuche, weiter zu lernen. Erst mit dem Duden Korrektor und jetzt mit Papyrus Autor. Ich liebe das Programm und es hat mich wirklich sehr viel weitergebracht. Es hat eine sehr gute Rechtschreibkorrektur. Ich nutze es auch, wenn ich längere Blogartikel schreibe 😉
Als ich den ersten Teil von Nocturnus aus dem Korrektorat bekam, habe ich mich sehr gefreut. Ja, es waren noch Fehler drin, aber vieles davon waren einfach Blindfischfehler. Also alles, was an sich kein Fehler ist, sondern einfach ein Buchstabe vergessen. Teilweise waren seitenweise gar keine Fehler.

Warum erzählst du uns das alles?
Ich möchte euch Mut machen. Rechtschreibung ist lernbar. Aber es dauert. Es ist ein Prozess. Ihr müsst Geduld haben, es kommt nicht von heute auf morgen. Ich bin keine Legasthenikerin gewesen. Das ist etwas völlig anderes und ich weiß nicht, ob das mit meiner „Methode“ auch funktionieren würde. Habt ihr da Erfahrungen? Schreibt es doch mal in die Kommentare, es würde mich sehr interessieren.
In meinen schlimmsten Phasen bin ich selbst an mir verzweifelt. Ich habe Deutsch gehasst und mir war schon schlecht, wenn ich nur das Wort Diktat gehört habe. Mein Vater schrieb mit mir Übungsdiktate. Danach wurde es noch schlechter und es stellte sich eine gewisse Bockigkeit ein. Ich kann das eh nicht! Es ging wirklich erst, als ich es wollte.
Es kotzte mich nämlich an, dass bei jedem Text, den ich geschrieben habe, nur auf die Rechtschreibung eingegangen wurde und nicht auf den Inhalt. Das ist auch der Grund, warum ich über die Rechtschreibung bei anderen sehr gut hinwegsehen kann. Wenn ich eine Fanfiktion lese, achte ich auf den Inhalt und ihr glaubt gar nicht, wie gut ich Fehler überlesen kann 😉 Für die Rechtschreibung gibt es ein Korrektorat.

Also ihr lieben Schreiber dort draußen. Schreibt! Lasst eure Plotbunnys aus den Köpfen. Bringt sie zu Papier. Es gibt genug Programme, die euch helfen können. Gebt nicht auf und lasst euch nicht runterziehen.

 

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Schreibsonntag – Ein paar Worte zu Vorsätzen

Hallo zusammen,

das neue Jahr hat begonnen und sicher habe nicht nur ich mir Vorsätze für das Schreiben gemacht. Da ich schon im Dezember recht gut mit meinen 500 Wörter oder 5 Seiten überarbeiten gefahren bin, werde ich das auch versuchen in diesem Jahr durchzuziehen. Es gibt Tage, an denen würde ich sicher auch mehr schaffen, aber eben auch Tage, an denen nichts läuft und ich einfach den Laptop ausschalte oder den Block beiseitelege. Ich werde mir daher das Ziel für den Monat setzten und nicht mehr nur für den Tag.
Also 15.000 Wörter oder 150 Seiten überarbeiten.
Worauf ich in diesem Artikel aber hinaus will: Setzt euch realistische Ziele. Alle, die schon länger schreiben, werden irgendwann merken, welches Pensum sie am Tag gut schaffen können. Ich folge einer jungen Schreiberin auf Twitter, die sich 1000 Wörter gesetzt hat und es inzwischen normal ist, dass sie es auch schafft. Eine Freundin erzählte mir, dass sie beim NaNoWriMo 23.000 Wörter geschafft hat. Das sind 767 Wörter pro Tag, sie aber auch weiß, dass mehr einfach nicht drin ist. Dann gibt es Schreiber, die es schaffen, jeden Tag an die 2000 Wörter zu schreiben.
Das alles ist in Ordnung! Schreiben ist ein Prozess und kein Wettbewerb um Geschwindigkeit. Es bringt nichts, sich zu stressen, weil ein Anderer mehr Wörter schafft und man am Ende völlig frustriert aufgibt. Schreiben sollte in erster Linie Spaß machen und mit jedem Wort, das auf dem Papier ist, ist man schon einmal ein Wort weiter als vorher. Klingt blöd, aber es ist so. Jedes Buch fing mit einem Wort an.
Ich dachte früher auch, ich müsste viel an einem Tag schaffen. Jetzt, als Mama, habe ich meine Ansprüche an mich selbst runtergeschraubt. Ich schreibe meist abends und es gibt einfach Tage, da bin ich zu müde, um noch etwas zu schaffen. Dafür schreibe ich dann an anderer Stelle eben mehr.
Findet eurer Tempo, mit dem ihr euch wohlfühlt, dann macht das Schreiben auch Spaß. Und das ist doch die Hauptsache, oder?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Schreiben für 2019

Bildnachweis: Feder openclipart-vectors pixabay

Der Schreibsonntag – Was ist das eigentlich?

Hallo zusammen,

seit des Neustartes des Blogs, habe ich den Schreibsonntag eingeführt und ich denke, dass es an der Zeit ist euch kurz darüber aufzuklären, was genau diese Kategorie ist.

In diesen Artikeln soll es immer um etwas über das Schreiben gehen. Das können ganz allgemeine Dinge sein oder ich gehe speziell auch mal auf eines meiner Projekte ein. Feste Daten für diese Artikel werden immer der 1. Sonntag im Monat sein. Diese schreibe ich für drei Monate vor, damit sie auch pünktlich kommen und sind dann eher allgemeine Dinge. Weitere Artikel im Moment kommen sporadisch. Also wenn mir etwas auf der Seele brennt oder ich finde, was ich nicht aufschieben möchte 😉

Wenn ihr Anregungen habt oder ihr gerne meine Meinung zu etwas Bestimmten wissen wollt, dann könnt ihr mir gerne einen Kommentar schreiben 🙂 Oder eine Mail an yve[at]fliegende-gedanken[punkt]de unter dem Betreff: Schreibsonntag