Archiv der Kategorie: Art

Digitales Zeichnen – Mein Zeichenmedium

Hallo zusammen,

digitales Zeichnen ist teilweise umstritten, weil gedacht wird, dass der PC ja alles für den Zeichner macht. Nein, tut er nicht. Also USB Anschluss an den Kopf stecken und zack ist das Bild auf dem Bildschirm, sorry, das geht leider nicht 😉 Natürlich sind einige Sachen, aus meiner Sicht, leichter. Man kann alles rückgängig machen und es gibt eine Vielzahl an Pinseln die man nutzen kann.

Irrbiss mein erster Versuch wieder digital zu Zeichnen, nachdem ich viele Tutorials geschaut hatte.

Allerdings kam ich früher so gar nicht wirklich damit zurecht. Woran es lag, weiß ich nicht. Fehlende Motorik und Hand-Augen Koordination? Ja, Zeichnen hängt verdammt viel mit Motorik zusammen, lasst euch das von einer Physiotherapeutin gesagt sein! Das falsche Grafiktablet oder ein ungeeignetes Programm? Keine Ahnung. Vielleicht hatte ich auch einfach einen Knoten im Kopf, den ich durch das Üben im traditionellen Bereich zum Platzen gebracht habe und nun geht es.

Was auch immer es war, ich habe mein Medium gefunden und werde in der nächsten Zeit sicher ausschließlich digital Zeichnen.

Dieses Bild war der Auslöser, dass ich mich von der traditionellen Zeichenweise erst einmal verabschiede. Ja, das sind noch 100 anatomische Fehler drin, aber daran kann ich arbeiten.

Meine Begeisterung für dieses Medium heißt nicht, dass ich alle anderen Zeichenmedien verteufel. Auf keinen Fall, aber es zeigt, dass jeder sein Medium finden kann und was für den einen gut ist, muss für den anderen überhaupt nicht funktionieren. Probiert euch aus. Sucht weiter, bis es passt und manchmal kommt es zu einer Überraschung.

Was also begeistert mich so an dem Medium? Ich bin mir nicht einmal ganz sicher. Am meisten genieße ich es Ebenen machen zu können. Eine grobe Skizze auf der untersten Ebene und darüber dann die sauberen Outlines. Die Pinsel geben mir die Möglichkeit die Dicke der Linien zu variieren, je nachdem wie ich den Druck setzte. Ich bin noch immer dabei zu experimentieren. Das geht alles nicht von heute auf morgen. Was ich genieße ist, dass ich nicht die Unmengen Papier verbrauche, nur um ein paar Sachen zu üben. Ich kann alles löschen, was ich nicht mehr brauche oder abspeichern, was ich wichtig finde.

Ich möchte versuchen jeden Tag ein kleines Bild digital zu zeichnen. Mal sehen, ob ich das durchhalte 😉

Ich wünsche euch viel Spaß bei euer Suche und beim Zeichnen 😀

Meine Technik beim Zeichnen

Hallo zusammen,

ich habe durch einige YouTube Videos gesehen, dass man auf Alkoholmarker (z.B. Copics, ProMarker, TwinMarker …) mit Buntstiften übermalen kann. Durch einen Zufall, ich wollte eigentlich nur einen Blauton mit meinen grauen ProMarkern abschattieren, bemerkte ich, dass ich mit diesen Stiften auch meine Aquarellstifte anlösen kann. An sich ist das ja logisch, denn es ist ja auch Flüssigkeit und ich kann auch im gewissen Ausmaß ein wenig die Farben ineinander blenden. Nur bin ich vorher nicht darauf gekommen.

Ignoriert den versuchten Schatten … Ist schief gegangen.

Dies ist das besagte Bild und ich konnte auch ein wenig rot in die Haare von Vegeta einarbeiten und dann mit einem hellgrauen Marker mit dem Rest verblenden.

Was daran der Nachteil ist: Ihr macht euch die Markerspitzen dreckig. Ich habe immer ein zweites Blatt daneben, um sie wieder sauber zu malen, was natürlich auch wieder Farbe kostet. Ihr müsst selbst wissen, ob ihr eure Markern das antun wollte. Da es aber inzwischen auf günstigere Alternativen zu den Copic Maker gibt, ist vielleicht zu verschmerzen. Ich bin auch nicht in der Lage mit den Brushspitzen der Copics zu arbeiten und komme deutlich besser mit den ProMakern von Letraset bzw. in ihrer Neuauflage von Winsor & Newton zurecht. Davon besitze ich 6 Stück (eine Hautfarbe und fünf Grautöne), die noch vor der Übernahme von Winsor & Newton stammen und jetzt gut 12 Jahre alt sind. Sie funktionieren allerdings noch genau so gut wie früher. Ansonsten besitze ich etwa ebenso alte Copic Caio Marker. Und aus dem Flying Tiger Copenhagen die TwinMarker.

Bei diesem Bild habe ich auf Aquarellpapier gemalt. Die Stifte haben darauf einen viel besseren Abrieb und sie lassen sich auch besser blenden. Das rotbraun der Haare ist gemischt aus mehreren Farben, das geht mit den Aquarellstiften erstaunlich gut. Angelöst habe ich sie mit dem hellsten Braun der TwinMarker.  Bei dem Oberteil ist mir das leider nicht so ganz gelungen. Ich habe schon immer Probleme gehabt größere Flächen auszufüllen, sodass sie gleichmäßig werden. Aber daran kann man ja üben 🙂

Dieses Bild habe ich auf normalen Papier gezeichnet. Gegenüber dem Aquarellpapier sieht man einen deutlichen Die Farben sind nicht so intensiv. Ich habe auch gemerkt, dass die Marker es teilweise nicht so gut finden, wenn ich mehrere Schichten machen und dann noch auf den Buntstiften

Interessieren euch meine Zeichensachen? Möchtet ihr eine kleine Review zu den Materialien?

Ältere Zeichnungen und warum ich wieder mit dem Zeichnen begonnen habe

Hallo zusammen,

lange habe ich das Zeichnen nur mal so nebenbei gemacht und dabei hauptsächlich nach Vorlage gezeichnet. Nur hatte ich auch immer den Wunsch auch meine Geschichten zu illustrieren, was bei meinem derzeitigen Stand aber nicht möglich war.

Nebulak – ich bin ein Geistertrainer ❤ (2016)

Dann stieß ich zufällig auf dieses Video -> Meine Bilder sind Scheiße <- und klebte fast am Bildschirm. Honeyball (Isabel) hat den Nagel mehr als auf den Kopf getroffen. Sie hat ihn durch das ganze verdammte Brett gehauen.

Auch ich habe immer gedacht: Oh, die anderen können das eh viel besser. Ich kann ja nur nach Vorlagen zeichnen.

Und ja, auch ich habe immer nur gesehen, was ich wollte, aber nie was ich schon konnte. Also wurde es Zeit, dass ich endlich mal meinen Hintern hochbekomme und lerne. Richtig lernen. Von Anfang an. Also holte ich meine Zeichenbücher wieder heraus und begann ganz von vorne. Noch einmal das Gesicht, von dem ich immer dachte, dass ich es konnte. Spoiler: Nein. Und für jedes Bild habe ich mir festgehalten, was mir gut gefällt. Natürlich auch woran ich noch arbeiten muss. Spoiler 2: An allem 😉

Natürlich habe auch ich Tage, an dem es einfach nicht klappt und dann lasse ich es. Wie Isa so schön sagt: Man ist nicht an jedem Tag gleich Leistungsfähig. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass ich bei der Skizze Musik im Hintergrund brauche, die einen gewissen Schwung hat. Dann werden meine Linien flüssiger. Aber dann mache ich gerne mal einen Schritt zurück und über wieder Kopfhaltungen, Hände etc.

Fynx – Mein Lieblingsstarter (2016)

Ich versuche mir keinen Druck zu machen. Ich muss nicht perfekt zeichnen können. Ich lerne noch. Und ich werde auch mein Leben lang weiter lernen. Ganz wie beim Schreiben. Auch da habe ich noch von Anfang an so geschrieben wie jetzt und ich weiß, dass ich auch da noch besser werden kann. Und was hat mich beim schreiben weitergebracht? Es tun!

Ich denke jetzt jedesmal daran, wie Isa so schön sagt: „Ich mache es so gut, wie ich es kann.“ Beim Schreiben geht das auch. Wenn ich meine Texte überarbeite, veröffentliche ich sie erst, bzw. gebe sie ans Korrektorat, wenn ich selber sage: „So, besser kannst du es (momentan) nicht.“

Was ich auch sehr stark merke ist, dass sehr viel Motorik zum zeichnen gehört. Etwas, das mir als Physiotherapeutin hätte mir eigentlich klar sein sollen. Ich habe an meiner Stifthaltung gearbeitet. Man hat mir in den Grundschule immer versucht eine bestimmte Haltung beizubringen. So richtig gefruchtet hatte es zwar nie, aber es kam mir manchmal nicht richtig vor. Ich halte den Bleistift jetzt anders als einen Füller und die Linie sind deutlich besser geworden.

Kirito – Sword Art Online (2016)

Was ist jetzt also mein Ziel? Ich möchte meine Romane illustrieren. Ich möchte euch meine Charaktere zeigen, wie ich sie mir vorstelle. Oder auch mal eine kleine Verlosung mit Originalzeichnungen machen. Ansonsten möchte ich mit meinen drei bevorzugten Medien (ich stelle sie euch in einem anderen Beitrag vor) besser werden.

Auf diese Reise möchte ich euch mitnehmen. Ich habe damit schon auf Twitter und Instagram angefangen und sehr positive Rückmeldungen bekommen. Ich habe andere motiviert auch wieder mit dem Zeichnen anzufangen und das hat mich wirklich sehr gefreut. Vielleicht ist ja unter meinen Lesern hier auch jemand, der sich angesprochen fühlt, wenn ja, schreibt es mir doch mal in den Kommentaren.