Schreibsonntag Never change a running sytem?

Hallo zusammen,

never chance a running system? Ist ja alles ganz nett, aber wie findet man denn dieses System?

Ausprobieren.

Es immer wieder versuchen.

Es ist schon einige Jahre her, als ich einen Schreibkurs besuchte: „Wie schreibe ich ein Buch.“ Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon ein paar Jahre Schreiberfahrung und wollte einfach schauen, was ich noch so lernen kann. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich alles, was ich konnte, irgendwie selbst gelernt.

Ein bisschen erschrocken stellte ich fest, dass ein paar Teilnehmer (nicht alle!) gerne eine Anleitung haben wollten. Am besten in 10 Punkten, wie man ein Buch schreibt. Nur hatten diese Teilnehmer noch nicht ein Wort geschrieben.

Leute, das geht nicht. Das funktioniert nicht.

Und damit sind wir bei dem System. Bevor man es nicht probiert hat, kann man nicht wissen, welches System passt. Man kann plotten. Man muss es nicht. Man kann als Discovery Writer schreiben. Muss es aber nicht.

Ich habe jetzt bewusst die beiden absoluten Gegenteile gewählt. Für jeden wird es irgendwo zwischen diesen beiden Polen das richtige System geben, aber wenn man nicht alles mal ausprobiert, wird man es nicht herausfinden. Es ist ein Weg. Ein Weg, den euch niemand abnehmen kann. Da hilft auch kein Punkte Plan. Das müsst ihr ganz alleine schaffen.

Natürlich kann man sich Anregungen holen. Davon gibt es viele. Die Schneeflockenmethode (die ich an einem Projekt auch testen möchte), Karteikarten, Notizbücher, Story It, Mindmaps, ausführliche Inhaltsangaben …  Nur muss jeder für sich entscheiden, womit ihr am besten klar kommt.

Ich habe am Anfang gar nicht geplottet, dann bin ich dazu übergegangen eine kurze Kapitelübersicht zu schreiben und Charaktersteckbriefe. Das funktionierte einigermaßen, aber ich hatte immer das Gefühl ich müsste schon genau wissen, wie ich alles schreiben muss. Also ließ ich es wieder. Ich habe inzwischen einen Plot im Kopf und den schreibe ich erst einmal runter. Das hat für mich bisher am besten funktioniert. Es hat aber auch zur Folge, dass ich sehr sehr viel wieder lösche und neu schreibe. Das ist viel Arbeit. Etwas, was ich nicht hätte, wenn ich sehr genau planen würde. Aber es nimmt mir den Spaß.

Warum ich überhaupt zu diesem Beitrag gekommen bin: Eine meiner Schreibmädels hat nach ihrem ersten Roman, den sie sehr genau durchgeplant hatte, es mal mit weniger plotten versucht. Es hat nicht funktioniert. Sie hat sich in der Story verrannt und den Spaß daran verloren.

Für sie war damit klar, es wird wieder geplottet. Ausführlich. Bis ins letzte Detail. Sie ist eine Autorin, die sich vor dem Schreiben Gedanken über jede Handbewegung macht. Ich dagegen überlege mir vor dem einschlafen, wie so das nächste Kapitel aussieht 😉 So unterschiedlich kann man arbeiten. Und beides funktioniert. Dafür hat sie natürlich hinterher sehr viel weniger Arbeit. Die Überarbeitung ging sehr schnell, während ich quasi die ganze Story noch einmal schreibe, was ich ja auch tue, wenn ich sie in denn PC übertrage.

Die Schreibmädels meinten einmal zu mir, dass ich einfach nur sehr sehr ausführlich plotte, aber das würde ich wirklich nicht sagen. Es kommt ja kaum etwas so in den Pc. Was sagt ihr dazu?

Wenn ihr euer System gefunden habt und gut damit arbeiten könnt, dann bleibt dabei. Auch wenn es für andere seltsam oder falsch ist. Für euch ist es richtig! Ihr müsst es nur finden. Probiert euch aus.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s