CampNaNoWrriMo April 2019 – Tag 12

Hallo zusammen,

halleluja habe ich mich heute durch die Wörter gequält. Dass Linn gestern entschieden hat, einfach mal den kompletten Plot durcheinander zu bringen, saß ich heute ewig vor dem Bildschirm und kam nicht weiter. Es sind nur 778 Wörter geworden und ich hoffe, dass es morgen wieder besser läuft.

Diesmal bekommt ihr auch Keldans Sicht direkt zu lesen.

Wie komme ich denn jetzt zurück?
Ihre Unruhe legte sich langsam und ihre Atmung normalisierte sich. Ihre Sinne erwachten wieder und sie wusste nicht, ob sie das gut fand. Sie hörte es überall knacken. Alles raschelte. Aber sie konnte nichts sehen. Wahrscheinlich waren es auch nur Mäuse, Dachse und andere vollkommen harmlose Tiere.
Vor zwei Nächten bin ich alleine in den Wald gerannt und habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht. Warum jetzt?
Sie stand auf und sah in den Himmel. Ich muss nur den Fluss finden, dann werde ich nach Hause finden.
Linn ging los. Zurück in die Richtung, aus der sie gekommen war. Auch auf die Gefahr hin, dass sie Keldan in die Hände lief. Aber hier draußen konnte sie ihm weglaufen.
Ich muss mich auf meine Ohren verlassen. Wenn ich den Fluss rauschen höre, bin ich auf dem richtigen Weg
Sie versuchte, sich in der dunklen Umgebung zu orientieren. Gab es einen Baum, den sie wieder erkannt? Irgendeine Steinformation, die auffällig war? Sie wünschte sich, sie hätte das Schwert mitgenommen, aber da hatte sie in ihrer Panik nicht dran gedacht. Man warnte die Kinder immer davor, in den Wald zu gehen. Nachts aber auch am Tage. Bären und Wölfe warteten nur darauf, Menschen anzufallen, obwohl Linn noch nie gehört hatte, dass sie wirklich jemanden angegriffen hatten.
Das hat keinen Sinn. Sie blieb stehen. Das Licht war inzwischen vollständig verschwunden und Wolken verdeckten den Mond, der noch sehr voll sein musste. Ich muss mir etwas suchen, wo ich warten kann, bis die Sonne aufgeht. Nur wenige Schritte entfernt konnte sie ein paar Felsen erkennen, die ihr ein wenig Schutz, in Form von Deckung geben konnte. 8. Nachtgedanken

Linn war zu schnell für ihn gewesen. Sie war gerannt, als würde ein Rudel Wölfe hinter ihr her sein. Er war ihr gefolgt, aber gegen ihre Panik hatte er keine Chance gehabt. Keldan war ihr nicht weit gefolgt, er wollte sie in ihrer Angst nicht noch antreiben.
Nach kurzer Zeit war er ins Haus zurückgekehrt. In der Dunkelheit würde er sie kaum finden und er hoffte, dass es in der Nacht nicht regnete und er ihren Spuren folgen konnte, sobald die Sonne aufgegangen war.
Als er zum Haus zurückkam, wartete sein Vater auf ihn. Er saß am Feuer und wärmte sie die Hände daran.
„Was tust du hier?“, fragte Keldan und zog die Tür hinter sich zu.
„Das Mädchen. Wo ist sie?“ Alric sah ihn nicht an, hatte den Blick noch immer stur auf das Feuer gerichtet.
„Sie rannte plötzlich von Panik getrieben los.“
Sein Vater stand auf, bedachte seinen Sohn aber weiterhin keines Blickes. „Und du konntest ihr nicht folgen?“
„Nein. Ich werde ihren Spuren im Morgengrauen folgen.“
Alric drehte sich zu ihm. „Du warst schon immer schwach und du wirst noch schwächer. Nicht mal einem Weib kannst du folgen.“
Keldan zog die Augenbrauen zusammen, als sein Vater auf ihn zuging. Alric war groß gewachsen. Und breit. Keldan hatte den Körperbau seiner Mutter geerbt. Er war etwas kleiner, als die restlichen Männer und durch seine Verletzung hatte sich seine gesamte rechte Schulter abgeschwächt und ließ ihn nicht so breit wirken wie die anderen.
„Du bist nutzlos.“
Keldan knickte unter dem Schlag von Alric in seinen Magen ein. Er sank auf die Knie. Sein Vater ging an ihm vorbei.
„Ich weiß gar nicht, warum ich dich überhaupt am Leben lasse. Einen Krüppel wie dich durchzufüttern hat keinen Wert. Jedes Weib könnte mehr leisten, als du.“
Keldan krümmte sich unter dem anhaltenden Schmerz und sank ganz zusammen, als sein Vater die Hütte verlassen hatte. Warum tut das so weh, verdammt. Er ließ sich zur Seite fallen und zog die Beine an den Körper. Ganz langsam klang der Schmerz ab.
Keldan rappelte sich auf und legte sich auf Linns Bett, das näher stand, als sein Eigenes. Hat er recht? Bin ich so schwach? Er dachte daran zurück, wie er Linn in den Schwertkampf eingeführt hatte. Es hatte sich gut angefühlt und wenn sie sagte, dass in seinen Augen immer noch der Glanz gelegen hatte, konnte er doch gar nicht so schwach sein.
Es war einfach nicht so leicht mit links. Es war nicht seine Gebrauchshand und sie würde es auch nie werden. Für alle feinen Dinge konnte er seine rechte Hand noch gebrauchen und war darin ein Meister seines Faches. Neben den Zäumungen für die Pferde konnte er auch sehr feine Knochenkämme herstellen, die bei den Angehörigen seines Volkes und auch bei dem weniger Handel sehr gut angenommen wurden.
Ich bin nicht schwach. Er schloss die Augen. Ich werde ihn eines Tages besiegen und dann mein Volk in eines bessere Zukunft führen. Aber es wird noch Zeit brauchen. Ich darf nicht aufgeben.

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