Schreibsonntag: Plotten oder Bauchschreiben

Es ist November und wir haben NaNoWriMo Zeit 🙂 Für viele Autoren der Monat, in dem man sich zurückzieht, die Kugelschreiber oder auch die Tasten zum Glühen bringt. Beim NaNoWriMo geht es darum, innerhalb des Novembers 50000 Wörter zu tippen. Ich möchte genau das zum Anlass nehmen, mal ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern, wie das bei mir so ist. Die Sache mit dem Plotten und Bauchschreiben.

Ich habe lange Zeit gedacht, dass ich ein reiner Bauchschreiber bin, da ich mir den Plot einer Geschichte nicht aufschreibe. Ich fange meist mit einer Idee an und die entwickelt sich in meinem Kopf dann von alleine weiter. Ob sie brauchbar ist, merke ich dann, wenn ich die ersten Kapitel geschrieben habe. Daher kann es auch sein, dass ich Texte auch noch nach vielen Wörtern abbreche. Das ist auch der Grund, warum ich hier nur komplett fertige Texte hochlade. Ich möchte mich nicht durch eine Geschichte quälen, auf die ich eigentlich keine Lust habe.

Inzwischen denke ich, dass ich durchaus plotte, nur eben nicht mit einem Notizbuch. Ich plane nur im Kopf. Ich weiß wo die Geschichte anfängt und ich weiß auch wo sie aufhört. Ich habe Ideen für die Mitte und hoffe beim Schreiben, das am Ende alles irgendwie zusammenpasst. Manchmal spiele ich eine Szene im Kopf durch und schreibe sie anschließend auf. Mehr mache ich eigentlich nicht. Ich recherchiere auch am Anfang recht wenig, das kommt bei mir alles erst, wenn ich in der Überarbeitung bin. Ich möchte einfach die Idee auf dem Papier haben.

Natürlich habe ich auch schon mal versucht, ausgiebig zu plotten. Nur muss ich zugeben, dass meine Charaktere gerne ein Eigenleben führen und ich sich spätestens ab Kapitel 3 nicht mehr an den Plot halten und ihr eigenes Ding machen. Ich lerne auch durch das Schreiben meine Charaktere erst richtig kennen. Natürlich weiß ich in groben Umrissen, wie sie sein sollen, was ihre Ziele sind ect. Alles Weitere kommt dann erst später. Der Nachteil ist aber, dass ich bei der Korrektur deutlich mehr zu tun habe.

Eine meiner lieben Schreibmädels ist da ganz anders. Sie plant sehr genau vor, überlegt sich jeden Handgriff, den ein Charakter macht. Sie hat bei der Überarbeitung dann deutlich weniger zu tun. Wieder eine Andere schreibt die Szenen wie sie ihr in den Kopf kommen und schaut dann am Ende wie sie es verbinden kann. Auch dieser Weg funktioniert bei ihr und ich bin jedes Mal erstaunt, wie sie das alles zusammenfügen kann.

Ich bin der Meinung, dass es beim Schreiben kein Richtig oder Falsch gibt. Es gibt nur viele verschiedene Arbeitsweisen und jeder muss herausfinden, was für ihn die Richtige ist. Sie muss zum Menschen passen und nicht, was in irgendwelchen Ratgebern steht. Mir ist es zu langweilig nach einem festgelegten Plot zu schreiben, weil ich dann ja schon weiß was passiert. Ich lasse mich gerne überraschen, was noch so kommt. So kann ich besser am Ball bleiben und gleichzeitig freue ich mich darauf Szenen zu schreiben, die ich schon ewig im Kopf hatte. Ich bin beim NaNaWriMo dabei und weiß auch so etwa wo die Geschichte hingehen wird, aber ich bin trotzdem gespannt, was mich noch so alles erwarten wird.

Bild: Pixabay pixel2013

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