Nennt mich Miyamoto – Kapitel 19

Nathaniel hob den Kopf. Eine afrikanische Frau kam auf ihn zu. Ihr Haar war bis auf wenige Zentimeter herunter geschoren und sie trug eine schwarze Jacke mit etlichen Taschen und eine Hose, wie Nathaniel sie nur aus dem Militär kannte.
„Wir haben ein halbes Jahr nach diesem Labor gesucht und du findest es in einer Nacht.“ Sie betrachtete das brennende Haus hinter ihm. „Und vernichtest es auch noch. Wenn auch nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten.“
„Nath hat noch nie halbe Sachen gemacht.“ Liam trat an die Seite der Frau. Auch er trug Klamotten, die eher für den Kampfeinsatz von Marines als für die Straße gedacht waren. Und er sprach mit einem russischen Akzent.

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Nennt mich Miyamoto – Kapitel 18

War der Traum hart. Nathaniel rieb sich die Augen. Jede Bewegung tat im Kopf weh, sogar wenn es nur mit den Augen war.
Er richtete sich auf und setzte sich an die Bettkante. Nachdem das Zimmer aufhörte sich zu drehen, versuchte er, sich auf die Beine zu stellen. Er schwankte, hielt sich an der Wand fest. Liam hatte ihm im Traum gesagt, dass er betrunken sei. Nathaniel hatte in seinem Leben noch keinen Kater gehabt. Wenn Aiden und die anderen Jungs getrunken hatten, hatte Nathaniel sich immer einen Platz bei einer Pflanze gesucht und sein Bier dort ausgeschüttet. Mrs. Ward hatte sich nur immer gewundert, warum jedes Mal nach einer Party ihres Sohnes mindestens eine Pflanze eingegangen war.

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SchreibSonntag: Szenenplotting

Hallo zusammen,

wie beim letzten SchreibSonntag angekündigt geht es heute um meine derzeitige Arbeitsweise.

Szenenplotting

Immer wenn ich es früher mit dem Plotten versucht habe, bin ich starr nach Kapiteln gegangen und das hat für mich einfach nicht gepasst. Jetzt schreibe ich erst einmal den Plot in Einem runter und danach schreibe ich die einzelnen Szenen. Dabei kann es sein, dass ich Szenen verschiebe und zwischen ihnen noch andere Szenen einfüge. Sicher, dass kann ich auch bei Kapiteln, aber ich glaube es ist einfach nur für meinen Kopf besser es Szenen statt Kapitel zu nennen. Obwohl mehrere Szenen ein Kapitel bilden können.

Und so sieht das ganze dann aus. Ich gehe davon aus, dass die ersten vier Szenen in ein Kapitel kommen, aber das kann ich hinterher immer noch entscheiden.

Bei Racing Girl Undercover habe ich den Plot zweimal geschrieben, weil er beim ersten Mal nicht stimmig war und an den Szenen während des Schreibens noch weiter rumgebastelt, bis es gepasst hat.

Vorschreiben

Ich bin wieder dazu übergegangen alles vorzuschreiben. Per Hand. Auf karierten Papier und jede Zeile beschrieben. Allerdings lasse ich mir gleich einen Rand für Anmerkungen.

Abtippen

Dann kommt das Abtippen. Was mir hierbei aufgefallen ist: Wenn ich die Szenen geplant habe, kommt inhaltlich deutlich mehr in den Pc als vorher. Zur Hälfte sogar die Formulierungen! Das hatte ich früher nicht. Ich bin sehr gespannt, ob das bei Nocturnus ebenso der Fall sein wird wie bei Racing Girl Undercover

Erste Überarbeitung

Jetzt drucke ich das ganze Skript aus und gehe es durch. Es wird gestrichen, hinzugefügt ect. Am Ende wird alles in den PC übertragen

Zweite Überarbeitung

Diesmal kommt auch die Stilkorrektur dran. Ich lasse mir von Papyrus die Füllwörter anzeigen, lese Sätze mit und ohne Füllwort laut durch und dann entscheide ich, was bleiben darf.

Dritte Überarbeitung

Ich lese den ganzen Tag laut vor und halte etwas unter die Zeile. Steht das wirklich, was ich lese oder spielt mein Gehirn mir einen Streich?

Korrektorat und Veröffentlichung

Im letzten Schritt geht mein Text durch ein professionelles Korrektorat. Die Korrekturen werden dann noch einmal eingearbeitet und dann geht es raus zu euch.

Ich hoffe euch hat ein kleiner Einblick in meine Arbeitsweise gefallen. Was natürlich fehlt sind die Verzweiflungsmomente und die Glücksgefühle, wenn eine Szene leicht ging ect. Aber das sollte jedem klar sein. Was noch erwählt werden sollte: Texte, die ich nur hier online stelle, durchlaufen kein Korrektorat. Ich würde es gerne, aber das sprengt den finanziellen Rahmen. Ich bemühe mich, so viele Fehler wir möglich zu finden, aber ich werde sicher nicht alles finden.